Grabenlose Kanalsanierung: Rohre sanieren ohne Bagger und Aufstemmen
Bei lokalen Schäden an Ihrem Abwassersystem kommen wir meist ohne Bagger, Aufstemmen oder Buddeln aus. Möglich macht das die grabenlose Kanalsanierung mit dem sogenannten Inlinerverfahren. Dabei wird ein mit Harz getränkter Schlauch in die beschädigte Leitung eingebracht, der sich an die Innenwand anlegt und dort aushärtet. So entsteht ein neues, formstabiles Rohr im alten Rohr, ohne dass Erdreich bewegt oder der Bodenbelag aufgerissen werden muss.
Die grabenlose Rohrsanierung eignet sich besonders beim Beheben von Rissen, Leckstellen, Verschiebungen, Korrosionsschäden sowie Wurzeleinwuchs und bringt Ihr Abwassersystem mit minimalem Aufwand wieder in einen dichten Zustand. Für Sie bedeutet das kurze Bauzeiten, keine aufgerissene Einfahrt und einen Garten, der nach der Sanierung so aussieht wie vorher.
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So funktioniert das Verfahren
Die grabenlose Sanierung läuft in klar abgegrenzten Schritten ab. Zunächst reinigen und inspizieren wir die betroffene Leitung mit einer Kamera, um Lage und Ausmaß des Schadens genau zu bestimmen. Anschließend wird ein flexibler Liner mit Kunstharz getränkt und über vorhandene Zugänge in die Leitung eingezogen. Mithilfe von Druckluft oder Wasserdruck legt sich der Liner passgenau an die Rohrinnenwand an. Durch Wärme, UV-Licht oder eine chemische Reaktion härtet das Harz anschließend aus und bildet ein neues, tragfähiges Rohr innerhalb der alten Leitung.
Zum Abschluss prüfen wir das Ergebnis erneut per Kamera und übergeben Ihnen ein Protokoll, das den erfolgreichen Abschluss der Sanierung dokumentiert. Auf diese Weise wissen Sie genau, in welchem Zustand sich Ihre Leitung nach der Maßnahme befindet, und haben eine verlässliche Grundlage für die Zukunft.
Detaillierte Inspektion per Kameradiagnose
Eine hochauflösende Kamerabefahrung zeigt Schäden im Rohr auf den Zentimeter genau. Über eine bewegliche Kamerasonde fahren wir die komplette Leitung ab und übertragen die Aufnahmen in Echtzeit auf einen Monitor. So erkennen wir Risse, Muffenversätze, Ablagerungen oder Wurzeleinwuchs bereits vor Beginn der eigentlichen Arbeiten und können den Schaden exakt lokalisieren, statt großflächig zu suchen. Das spart unnötige Erdarbeiten, denn wir öffnen ausschließlich die Stelle, an der tatsächlich ein Defekt vorliegt, oder verzichten bei einem geeigneten Schadensbild ganz auf das Öffnen der Fläche. Wer sein Abwasserrohr abdichten ohne Ausbau lassen möchte, profitiert also direkt von dieser präzisen Diagnose, da sie die Grundlage für ein zielgerichtetes und materialschonendes Sanierungsverfahren bildet. Bei einer Kanaluntersuchung für Bremen setzen wir dieselbe Kameratechnik bereits im Vorfeld ein, um den Sanierungsbedarf einzuschätzen, bevor überhaupt eine Entscheidung über das weitere Vorgehen fällt.
Reinigungstechniken vor der Sanierung
Vor jeder Sanierung muss die Leitung frei von Ablagerungen sein, damit der neue Liner vollflächig an der Rohrwand haftet. Bei der Hochdruckspülung wird Wasser mit hohem Druck durch spezielle Düsen in die Leitung eingebracht, das Fett, Kalk und feine Sedimente löst und mit dem Wasserstrom abtransportiert. Bei stärkeren Verkrustungen oder Wurzeleinwuchs kommt zusätzlich eine mechanische Reinigung mit rotierenden Bürsten oder Fräsköpfen zum Einsatz, die hartnäckige Ablagerungen von der Rohrinnenwand lösen. Erst wenn die Leitung auf diese Weise vollständig gereinigt ist, kann das eigentliche grabenlose Verfahren beginnen, denn nur eine saubere und trockene Rohroberfläche gewährleistet eine dauerhafte Verbindung zwischen Liner und Altrohr.
Weitere grabenlose Sanierungstechniken
Neben dem klassischen Inlinerverfahren stehen für die Inliner-Kanalsanierung noch weitere grabenlose Methoden zur Verfügung, die je nach Schadensbild zum Einsatz kommen.
Beim Spray-Lining wird eine flüssige Kunstharzschicht gleichmäßig auf die Innenwand der Leitung aufgesprüht, die dort aushärtet und eine dünne, aber widerstandsfähige Schutzschicht bildet. Dieses Verfahren eignet sich besonders für Leitungen mit kleineren Rissen oder porösen Oberflächen, bei denen keine tragende Wandstärke aufgebaut werden muss.
Beim Berstlining wird das beschädigte Altrohr dagegen mit einem Berstkopf aufgebrochen und gleichzeitig ein neues Rohr mit größerem oder gleichem Durchmesser nachgezogen, sodass am Ende eine komplett neue Leitung im ursprünglichen Trassenverlauf liegt. Diese Methode kommt vor allem infrage, wenn eine Leitung stark beschädigt ist oder ihre Kapazität erhöht werden soll.
Einsatzbereiche der grabenlosen Rohrsanierung
Die Methode kann an unterschiedlichen Abschnitten eines Abwassersystems zum Einsatz kommen. Zu den gängigen Einsatzbereichen zählen:
- Fallleitungen: senkrechte Leitungen innerhalb des Gebäudes, über die Abwasser nach unten abgeführt wird
- Anschlussleitungen: Verbindungsstücke zwischen Grundstück und öffentlichem Kanalnetz
- Grundleitungen: unter der Bodenplatte oder im Erdreich verlegte Hauptleitungen
- Übergabeschacht: Schnittstelle zwischen privater Leitung und öffentlichem Kanal
In all diesen Bereichen sorgt die grabenlose Kanalsanierung dafür, dass beschädigte Abschnitte wieder dicht werden, ohne dass Zufahrten, Gärten oder Bodenbeläge in Mitleidenschaft gezogen werden. Gerade bei schwer zugänglichen Leitungen unter Terrassen, Einfahrten oder gepflasterten Höfen spielt das Verfahren seine Stärken aus, denn eine offene Bauweise wäre hier mit erheblichem Aufwand verbunden.
Sanierungsdauer je nach Objekt
Die Dauer einer grabenlosen Sanierung hängt vor allem von der Länge der Leitung, der Anzahl der Schadstellen und der Zugänglichkeit ab. Bei einem Einfamilienhaus ist eine einzelne Schadstelle häufig innerhalb weniger Stunden bis zu einem Tag saniert, da die Leitungslängen überschaubar sind und meist nur ein oder zwei Zugänge genutzt werden müssen. Bei gewerblichen Gebäuden mit längeren Leitungsnetzen, mehreren Anschlüssen oder größeren Rohrdurchmessern kann sich die Sanierung dagegen über mehrere Tage erstrecken, insbesondere wenn zusätzliche Reinigungsschritte oder eine Kombination mehrerer Verfahren nötig sind.
| Objekttyp | Typische Sanierungsdauer |
| Einfamilienhaus, einzelne Schadstelle | Wenige Stunden bis ein Tag |
| Mehrfamilienhaus mit mehreren Anschlüssen | Ein bis zwei Tage |
| Gewerbliches Gebäude mit größerem Leitungsnetz | Mehrere Tage |
Richtwerte zur Sanierungsdauer nach Objekttyp.
Materialwahl bei der Rohrreparatur von innen
Für die Rohrreparatur von innen kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz, die sich in Aushärtezeit, Flexibilität und Beständigkeit unterscheiden. Epoxidharze zeichnen sich durch eine hohe chemische Beständigkeit und gute Haftung auf der Rohrinnenwand aus, weshalb sie häufig bei Trinkwasser- oder Industrieleitungen mit besonderen Anforderungen verwendet werden. Polyesterharze härten schneller aus und sind kostengünstiger, eignen sich aber vor allem für Abwasserleitungen ohne besondere chemische Belastung. GFK-Schlauchliner, also glasfaserverstärkte Liner, bieten zusätzlich eine hohe mechanische Festigkeit bei geringer Wandstärke und kommen deshalb häufig dort zum Einsatz, wo der ursprüngliche Rohrquerschnitt möglichst erhalten bleiben soll.
Umweltvorteile der grabenlosen Sanierung
Die grabenlose Sanierung reduziert den Eingriff in Boden und Umgebung deutlich gegenüber einer offenen Bauweise. Da keine oder nur minimale Erdarbeiten nötig sind, bleiben Bodenstruktur, Pflanzenwurzeln und Bodenlebewesen weitgehend unangetastet. Der Verzicht auf schweren Baggereinsatz und Erdaushub senkt zudem den Energieverbrauch und die damit verbundenen CO₂-Emissionen spürbar, da weniger Maschinenstunden und weniger Transportfahrten für Erdaushub und neues Füllmaterial anfallen. Auch der Abfall reduziert sich, weil kein aufgebrochener Bodenbelag entsorgt und kein neues Material zur Wiederherstellung von Pflaster oder Rasenflächen beschafft werden muss.
Ihre Vorteile mit KanalHarry
Mit der grabenlosen Sanierung sparen Sie sich aufwendige Erdarbeiten, lange Baustellenzeiten und die Wiederherstellung von Pflaster, Rasen oder Bodenbelägen. Das Verfahren ist in der Regel innerhalb weniger Stunden abgeschlossen, sodass Ihr Grundstück nur kurz beeinträchtigt ist. Bei der Kanalreinigung für Oldenburg sowie der Rohrreinigung für Bremen prüfen wir Ihr Abwassersystem vor Ort und beraten Sie ehrlich dazu, ob eine grabenlose Rohrsanierung im Einzelfall infrage kommt oder ob zunächst eine Dichtheitsprüfung für Oldenburg sinnvoll ist. So erhalten Sie eine fundierte Grundlage für Ihre Entscheidung und können den weiteren Ablauf realistisch einschätzen.
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