Direkt nach dem Einbau der neuen Wasserleitungen scheint erst einmal alles perfekt zu funktionieren. Die Dusche läuft, die Armaturen glänzen, alles ist angeschlossen. Doch kaum jemand sieht, was sich im Verborgenen abspielt: Ob die Leitungen wirklich dicht sind, zeigt sich nicht auf den ersten Blick. Kleinste Undichtigkeiten bleiben zunächst oft unbemerkt, bis es zu spät ist. Ein unentdeckter Druckverlust kann über Wochen oder Monate zu teuren Wasserschäden führen, die nicht nur die Bausubstanz gefährden, sondern auch Versicherungsfälle oder Betriebsunterbrechungen nach sich ziehen.
Genau aus diesem Grund ist die Druckprüfung bei Wasserleitungen so entscheidend. Sie ist ein verbindlicher Bestandteil jeder fachgerechten Installation – ob im Neubau, nach einer Sanierung oder im gewerblichen Bereich. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, worauf es bei der Wasserleitungsprüfung ankommt, wie der Ablauf im Detail aussieht und welche Risiken durch eine fehlerhafte Durchführung entstehen können.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Druckprüfung der Wasserleitung ist gesetzlich vorgeschrieben und beugt Schäden durch Undichtigkeiten effektiv vor.
- Sie prüft, ob alle Komponenten des Rohrsystems fachgerecht verbaut und vollständig dicht sind.
- Der Ablauf der Prüfung ist in Normen geregelt und darf nur mit entsprechender Fachkenntnis durchgeführt werden.
- Fachbetriebe wie KanalHarry - Ihr Rohr- und Kanalprofi garantieren eine dokumentierte, sichere und normkonforme Durchführung.
Warum ist eine Druckprüfung wichtig?
Die Druckprüfung bei Wasserleitungen ist nicht einfach eine optionale Kontrolle, sie ist Pflicht. Vor der ersten Inbetriebnahme oder Wiederinbetriebnahme einer Trinkwasseranlage verlangt der Gesetzgeber den Nachweis, dass die gesamte Anlage dicht und betriebsbereit ist.
Undichtigkeiten entstehen häufig durch:
- fehlerhafte Verbindungselemente
- unsachgemäßen Einbau
- Materialfehler
- äußere Einwirkungen während der Bauphase
Werden solche Mängel nicht rechtzeitig erkannt, kann dies schwerwiegende Folgen haben, etwa Wasserschäden im Gebäude, Schimmelbildung oder massive Betriebsstörungen in gewerblich genutzten Immobilien.
Auch bei der Renovierung oder Erweiterung von Bestandsanlagen ist die Wasserrohre-Druckprüfung ein entscheidender Sicherheitsnachweis. Sie gibt Planern, Bauherren, Installationsbetrieben sowie Behörden die notwendige Sicherheit und Transparenz.
Der Ablauf einer Druckprüfung
Die Durchführung einer Druckprobe der Wasserleitung folgt einem klar strukturierten Verfahren. Grundlage sind die DIN EN 806-4 sowie die DIN 1988-100, die das Vorgehen für die Druckprüfung in Trinkwasseranlagen regeln.
Die typischen Schritte einer Druckprüfung im Überblick:
- Befüllen der Leitung: Die Leitungen werden vollständig mit Wasser gefüllt. Dabei ist es besonders wichtig, dass das System sorgfältig entlüftet wird, da es sonst zu Messfehlern kommen kann.
- Vordruckphase (Vorprüfung): In dieser Phase wird ein erster Prüfdruck aufgebracht, meist der 1,5-fache Betriebsdruck. Das System wird auf sichtbare Undichtigkeiten oder plötzliche Druckabfälle kontrolliert.
- Hauptprüfung (Dichtheitsnachweis): Der Druck wird über einen festgelegten Zeitraum konstant gehalten, typischerweise 30 bis 120 Minuten lang. Der genaue Zeitraum richtet sich nach Leitungslänge, Nennweite und Material. Der Druckverlust darf nur in sehr geringem Umfang erfolgen.
- Dokumentation: Die Ergebnisse der Druckprüfung werden protokolliert und ggf. den Behörden oder Auftraggebern zur Verfügung gestellt. Bei Bedarf erfolgt eine Nachbesserung und Wiederholung der Prüfung.
Besonders wichtig ist, dass die Prüfung mit kaltem Wasser durchgeführt wird, da Temperaturunterschiede zu Messverfälschungen führen können.
Häufige Fehler und Probleme
Eine fehlerhafte Wasserleitungsprüfung kann dazu führen, dass Leckagen unentdeckt bleiben oder fälschlicherweise vermutet werden. Solche Fehler führen oft zu unnötigen Verzögerungen oder – im schlimmsten Fall – zu Folgeschäden, die vermieden werden könnten.
Typische Fehlerquellen bei der Druckprüfung:
- Luftblasen im System, die den Druck beeinflussen
- falscher Prüfdruck, z. B. durch ungeeignete Messgeräte
- unzureichende Vorbereitung wie fehlende Verschlüsse oder ungenaue Entlüftung
- Temperaturschwankungen während der Messung, die Druckveränderungen vortäuschen
- nicht normgerechte Durchführung ohne qualifizierte Fachkraft
Solche Probleme verdeutlichen, warum es so wichtig ist, bei der Druckprüfung ausschließlich auf zertifizierte Fachbetriebe zu setzen.
Fachgerechte Durchführung und Ansprechpartner
Ein professioneller Drucktest der Wasserleitung erfordert nicht nur das richtige technische Equipment, sondern auch Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichen Rohrsystemen.
Wir von KanalHarry - Ihr Rohr- und Kanalprofi übernehmen für Sie die vollständige Durchführung – normkonform, sicher und dokumentiert. Egal ob Neubau, Sanierung oder nach einem Schadenfall: Wir sorgen dafür, dass Ihre Leitungen dicht sind.
Unsere Leistungen im Bereich Druckprüfung:
- Prüfung nach DIN EN 806-4
- Dokumentation und Protokollierung der Messergebnisse
- Leckageortung bei Auffälligkeiten
- Optional: Begleitende Maßnahmen wie Rohrreinigung, Kamerabefahrung oder Reparatur
Sie haben Probleme mit verschmutzten oder verstopften Leitungen? Wir helfen nicht nur bei der Druckprüfung, sondern führen auch zuverlässig die Rohrreinigung in Bremen durch.
Fazit
Die Druckprüfung von Wasserleitungen ist ein zentraler Bestandteil jeder sicheren Wasserversorgung – ganz gleich ob im privaten, gewerblichen oder öffentlichen Bereich. Sie schützt nicht nur vor teuren Folgeschäden, sondern ist auch Voraussetzung für eine erfolgreiche Bauabnahme und langfristig funktionierende Anlagen. Verlassen Sie sich auf unsere Erfahrung: Seit 1999 sind wir Ihr Ansprechpartner für fachgerechte Prüfungen und zuverlässige Dienstleistungen rund um Rohre und Kanäle und das 24 Stunden am Tag.
Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern persönlich zu Ihrer Druckprüfung oder weiteren Anliegen.
